Neben klassischen Hyaluronsäure-Fillern stehen heute weitere injizierbare Behandlungskonzepte zur Verfügung, bei denen weniger die Volumenvermehrung als vielmehr die Verbesserung von Hautqualität, Feuchtigkeitsbindung und Gewebestruktur im Vordergrund steht.
Je nach Hautbeschaffenheit, Behandlungsregion und gewünschtem Effekt können unterschiedliche Präparate und Wirkstoffkonzepte in Betracht kommen.
Profhilo® H+L
Profhilo® H+L basiert auf hoch- und niedermolekularer Hyaluronsäure und unterscheidet sich in seiner Anwendung von klassischen volumengebenden Hyaluronsäure-Fillern.
Das Präparat wird insbesondere zur Behandlung ausgewählter Areale von Gesicht, Hals und Dekolleté eingesetzt. Im Vordergrund steht dabei die Verbesserung von Hautelastizität und Gewebequalität und nicht die gezielte Vergrößerung einzelner Gesichtspartien.
Polynukleotide und PDRN
Ein weiteres modernes Behandlungskonzept sind injizierbare Polynukleotide (PN) beziehungsweise Präparate auf Basis von PDRN.
Diese Verfahren werden in der ästhetischen Medizin zur Unterstützung der Hautqualität eingesetzt. Je nach Produkt und Konzentration können sie insbesondere für feine, dünne oder altersbedingt veränderte Hautbereiche sowie für Gesicht, Hals, Dekolleté oder die Augenregion in Betracht kommen.
Zu den hierfür verfügbaren Produktlinien gehören beispielsweise VITARAN® sowie ausgewählte Kamilane®-Skinbooster.
Die verschiedenen Präparate unterscheiden sich hinsichtlich Zusammensetzung, Konzentration, zugelassener Zweckbestimmung und geeigneter Behandlungsregionen. Sie sind daher nicht austauschbar und sollten ausschließlich nach individueller ärztlicher Untersuchung ausgewählt werden.
Kein Produkt ist für jeden Patienten geeignet
Die Wahl eines Präparats richtet sich nicht nach einem Markennamen, sondern nach
- Hautbeschaffenheit und Hautdicke,
- Alterungs- und Volumenveränderungen,
- anatomischer Region,
- gewünschtem Behandlungsziel,
- Vorerkrankungen und individuellen Risikofaktoren sowie
- den Eigenschaften und der jeweiligen Zweckbestimmung des verwendeten Medizinprodukts.
Welche Behandlung sinnvoll ist, wird deshalb erst nach persönlicher Untersuchung und Beratung festgelegt.